Ein Bau wie kein anderer. Ein von aussen kaum sichtbares Inneres, überdeckt von Glasflügeln, jetzt farbig dekoriert von Daniel Buren. Den Bau zu betreten, in ihm umherzugehen, macht Freude und glücklich. Was mehr kann ein Gebäude? Diese freudenspendende Qualität eines Baus ist mir erstmals klargeworden 1974 in New York beim Besuch des Wohnhauses eines früheren amerikanischen Präsidenten in einem Ort am Hudson. Der Bau, ganz simpel und unauffällig, hatte so wunderbare Proportionen, strahlte eine solche Heiterkeit und Selbstgewissheit aus, dass man sich als Besucher darin einfach wohlfühlen musste. Die Fondation Vuitton ist von ganz anderem Zuschnitt, eine ingenieurmässige Meisterleistung, ohne die die Architektur ein Entwurf auf Papier hätte bleiben müssen. Ein Jahrhundertbau.


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