Paris / Louvre etc.

25. bis 29. Januar Paris, Spira im Dojon. Übernachtung im Monterosa, Rue de la Bruyère.

Am 28. im Louvre. Zur Erinnerung der riesige Veronese (Hochzeit von Kanaan). Im selben Saal wie die Mona Lisa. Nur halt so viel interessanter. Der etwas leblose Jesus in der Mitte mit seinem durchdringenden Blick. Ganz links (hier nicht sichtbar) die Braut mit Bräutigam. Dazu die Hunde, die Musiker und tausendundein Symbole. Grosses Kino, wie man so sagt. 

Unten die Gilets Jaunes im Original auf dem Boulevard Voltaire. Ganz passend.

Nachtessen jeweils mit Dora und Urs. Auf dem Bild im edlen Vegi-Italiener beim Gare du Nord.

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Shiva–Paris und Riehen

Shiva Bronze

     Shiva Guimet                                                                                                               

Links der Shiva, gekauft Ende November in Bombay, gegossen gemäss Händlerangabe in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts, rechts der Shiva im Musée Guimet in Paris, ca. 12. Jahrhundert. Die Position ist dieselbe. Die Höhe, ca. 50 cm, ist ebenfalls fast gleich. Sie stammen beide aus der Gegen des heutigen Tamil Nadu. Die alte Bronze stammt aus dem Chola Reich.

Mein Shiva hat nicht die selben, selbstverständlichen und überzeugenden Proportionen wie jener aus Paris. Der Kopf scheint etwas in die Länge gezogen, die Beine zu schlank. In der Realität sieht der Riehener Shiva aber besser aus als der Pariser.

Das Guimet hat eine kleine, aber exquisite Sammlung an Chola Bronzen, aber aufgestellt sind sie sehr ungeschickt. Es handelt sich ausschliesslich um Rundplastiken, sollten also von allen Seiten einsehbar sein. Aber die Ausstellungsverantwortlichen haben es in der Tat fertig gebracht, einzelne Vitrinen direkt an die Wand zu stellen oder so nahe nebeneinander, dass nur die Front gut einsehbar ist.

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Twombly im Centre Pompidou

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Das Centre Pompidou beging am 4. Februar 2017 sein 40jähriges Bestehen (!). Es hat den Test der Zeit nicht bestanden. Es altert schlecht und wirkt altmodisch, aufdringlich und seine Architektur ideologisch motiviert. Es sprengt die Dimensionen des Viertels.

Im fünften Geschoss die Sonderausstellung Twombly mit Werken aus allen Schaffensphasen, darunter die grossformatigen letzten Bilder mit ihrem expressiven rot/gelb.

Die frühen Arbeiten sind weniger als definitive Werke sondern vielmehr als Prozesse des Suchens, Entwerfens, sich Vortastens zu lesen. Und bei aller Intellektualität eine kindlich anmutende Naivität vermuten lassen, mit einer stets gleichbleibenden Handschrift. Woher die Attraktivität gerade dieser Bilder kommt, ist schwer zu verstehen, aber sie ist unzweifelhaft da.

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Sammlung Chtchoukine in der Fondation Vuitton

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Auf vier Etagen die Sammlung, schlicht überwältigend. Jeder Raum eine vollwertige Ausstellung für sich: Monet, Cézanne, Gaugin, der frühe Picasso, Matisse, die Konstruktivisten, und dabei diverse Künstler, heute vergessen, aber von nicht minderer Qualität.

Unvergleichlich der Gaugin, eine Szene vor byzantinischem Goldgrund, ein tiefreligiöses Werk. Schwierig, sich danach noch auf anderes zu konzentrieren.

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Fondation Louis Vuitton

efa042b7-442d-42e3-899e-4304d8ebe4d3Ein Bau wie kein anderer. Ein von aussen kaum sichtbares Inneres, überdeckt von Glasflügeln, jetzt farbig dekoriert von Daniel Buren. Den Bau zu betreten, in ihm umherzugehen, macht Freude und glücklich. Was mehr kann ein Gebäude? Diese freudenspendende Qualität eines Baus ist mir erstmals klargeworden 1974 in New York beim Besuch des Wohnhauses eines früheren amerikanischen Präsidenten in einem Ort am Hudson. Der Bau, ganz simpel und unauffällig, hatte so wunderbare Proportionen, strahlte eine solche Heiterkeit und Selbstgewissheit aus, dass man sich als Besucher darin einfach wohlfühlen musste. Die Fondation Vuitton ist von ganz anderem Zuschnitt, eine ingenieurmässige Meisterleistung, ohne die die Architektur ein Entwurf auf Papier hätte bleiben müssen. Ein Jahrhundertbau.

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