Europa im Kriegswahn

John Galloway und Chay Bowes sprechen über den in Europa grassierenden Kriegswahn, der die Ukraine an den Rand der völligen Zerstörung bringt und droht, ganz Europa in diesen verheerenden Konflikt mit Russland hineinzuziehen.

Mit dem Vorwurf, Russland habe auf dem Leipziger Flughafen eine Drohne gegen zwei ukrainische Militärmaschinen zünden wollen, hat Deutschland seine Sanktionen abermals verschärft – als ob eine Militärmacht wie Russland auf derartige Mittel wie diese Drohnen angewiesen wäre. Dennoch wurde dieser Vorwurf Merz und seiner Regierung unkritisch abgekauft. Es wirkt beinahe so, als brenne Deutschland gemeinsam mit Grossbritannien darauf, den direkten, heissen Krieg gegen Russland zu beginnen. Dass es eine „False flag“ Aktion war, ist so offensichtlich, dass die Vorwürfe und Drohungen von Merz gegenüber Putin eine Beleidigung der Öffentlichkeit darstellen. Aber die Medien verbreiten den Unsinn kritiklos.

Auch die NZZ, im Kontext des Ukraine-Kriegs völlig von der Rolle, zieht vorbehaltlos mit: An der Falkenstrasse ergreift man jede Gelegenheit, um Argumente gegen Friedensinitiativen ins Feld zu führen. Während sich die Lage für Russland kaum verschlechtert, werden die Aussichten für die Ukraine und Westeuropa von Tag zu Tag düsterer.

Wenn Selensky damit droht, den zivilen Flugverkehr in Russland ins Visier zu nehmen, wird dies im Westen achselzuckend als normaler Bestandteil der Kriegsführung verbucht. Russland hat seine Angriffe zuletzt massiv intensiviert; als Reaktion auf die Zerstörung der Wildberries-Lagerhallen wurden gezielt ukrainische Einrichtungen bombardiert. Die Eskalationsspirale dreht sich weiter. Sollte in Russland auch nur ein einziges ziviles Flugzeug getroffen werden, dürfte Kiew in Trümmern versinken. Doch hierzulande tut man so, als ginge uns das ausserhalb der üblichen Empörungsfloskeln an die Adresse Russlands nichts an – ein fataler Irrglaube.