
Daniel Kahnemann entwickelt in seinem Buch einen Strauss bemerkenswerter Ideen. Hier habe ich seine Ueberlegungen zum Thema “Remembering Self” und “Experiencing Self” in Zitaten zusammengefasst. Dahinter steht die Rolle der Narration, der Erzählung, die wir zu jeder Erfahrung abgeben. Sie wird ausgelöst durch die Erfahrung und färbt sie gleichzeitig ein. Sie ist Teil des kognitiven Prozesses, unverzichtbar und unvermeidlich, und sie ist gefährlich. Wenigstens solange sie nicht bewusst wahrgenommen wird, scheint mir. Und sie wird wohl nur selten falls überhaupt wahrgenommen und dann als zwingend und nicht als beliebig und manipuliert resp. manipulierbar erfahren. Was Kahnemann nicht sieht oder nicht ausspricht: hier könnte ein entscheidender Schritt zur Freiheit des Seins vorliegen.
Immerhin klingt bei ihm Kritik an der gängigen Einstellung an, dass der Erinnerung weit grösseren Wert beigemessen wird als der unmittelbaren Erfahrung.
Ein anderes Thema, das Kahnemann in diesem Kapitel anschneidet ist die Art und Weise, wie das Remembering Self in der Narration vorgeht. Entscheidend sind die Peak-Erfahrung und das Ende. Keine Rolle spielt die Dauer.
Harari nimmt viele dieser Ideen in seinem “Homo Deus” auf, um die Vorstellungen des rationalen, humanistischen Liberalismus zu zerlegen.
The Statistical analysis revealed two findings, which illustrate a pattern we have observed in other experiments:
· Peak-end rule: The global retrospective rating was well predicted by the average of the level of pain reported at the worst moment of the experience and at its end.
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